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Begegungsmaßnahmen (BGM)

1. Was sind BGM?
Begegnungsmaßnahmen sind gemeinsame Aktivitäten zwischen:

BGM

Begegnungsmaßnahmen beabsichtigen, Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderung gemeinsam neue Erfahrungen zu ermöglichen und somit das voneinander und miteinander Lernen zu fördern. Ziel ist es, Berührungsängste abzubauen und Vorurteile erst gar nicht aufkommen zu lassen, indem soziale Fähigkeiten, Empathie, das Entdecken eigener und fremder Stärken und das entwickeln gemeinsamer Strategien im Vordergrund stehen. Die Erfahrung zeigt, dass sich dies positiv auf die Persönlichkeitsentwicklung aller Kinder und Jugendlicher auswirkt.
Regelmäßige Begegnungen und intensive persönliche Kontakte stehen dabei im Vordergrund. Wünschenswert ist, dass die Aktivitäten wirkungsvoll, nachhaltig und auf eine längerfristige Kooperation ausgelegt sind.

2. Was kann bezuschusst werden?

Mit der Schulgesetzänderung zum 1. August 2015 ist durch die breitere Ermöglichung inklusiver Bildungsangebote für zahlreiche Schülerinnen und Schüler mit und ohne Behinderung der gemeinsame Schulalltag zur Normalität geworden.

Jedoch bleiben weiterhin Kinder und Jugendliche aus Schulkindergärten, SBBZs und allgemeinbildenden Schulen ohne diese Erfahrungswerte. Um auch diesen Kindern an Schulkindergärten, an allgemeinen Kindertagesstätten sowie an SBBZs und an allgemeinen Schulen ein gegenseitiges Kennenlernen und einen Austausch zu ermöglichen, können gemeinsame Unternehmungen und Projekte als Begegnungsmaßnahmen bezuschusst werden.

Um gemeinsame Projekte, AGs, Ausflüge oder auch Schullandheimaufenthalte zu unterstützen, können diese Aktivitäten als "Begegnungsmaßnahmen" finanziell bezuschusst werden.
Um eben dieses Miteinander von jungen Menschen mit und ohne Behinderung in Kindergärten und Schulen zu ermöglichen und die Teilhabe zu unterstützen, stellt das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport in Baden-Württemberg jährlich Fördermittel zur Durchführung von Begegnungsmaßnahmen bereit, die über die zuständigen Regierungspräsidien abgerufen werden können. Die Maßnahmen werden im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel gefördert (anteilige Förderung). Ein Zuschuss kann nur für Kosten gewährt werden, die nicht von anderer Seite getragen werden.

Welche Arten von gemeinsamen Aktivitäten können bezuschusst werden?

Steht der Begegnungscharakter im Vordergrund, sind der Kreativität in Ausgestaltung und Durchführung kaum Grenzen gesetzt.

  • gemeinsame Ausflüge und Lerngänge
  • Museums- und Theaterbesuche
  • gegenseitige Besuche
  • Arbeitsgemeinschaften
  • Sportfeste
  • Projektwochen
  • Fahrt- und Transportkosten
  • Schullandheimaufenthalte
  • Eintrittsgelder
  • Kosten für Unterkunft und Verpflegung
  • Kosten für vor- und nachbereitende Veranstaltungen
  • Sachkosten für gemeinsame Projekte (Materialkosten, die auch zur Schulausstattung dienen, werden nicht bezuschusst)
  • gemeinsame gezielte Unterrichtsvorhaben
  • uvm...


3. Fristen und Ablauf
Bis wann muss der Antrag gestellt werden?
Aktivitäten, die für Januar bis Juli geplant sind, müssen bis spätestens 10. November des Vorjahres mit dem Formular „Anzeige einer Begegnungsmaßnahme“ im Staatlichen Schulamt Stuttgart angemeldet werden.
Aktivitäten, die für September bis Dezember geplant sind, müssen bis spätestens 10. Juni mit dem selben Formular „Anzeige einer Begegnungsmaßnahme“ im Staatlichen Schulamt Stuttgart angemeldet werden.

Ablauf: Anzeige → Bewilligung → Durchführung → Abrechnung → Auszahlung

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